Die ersten Tage mit dem neuen Spielzeug – der neuen X-T2.

„You can separate the men from the boys by the price of their toys.“
Dazu sag`ich mal „Ja“.
Mein neues Spielzeug ist die brandneue Fujifilm X-T2. Lange erwartet, endlich da.

X-T2 das neue Spielzeug

X-T2 das neue Spielzeug

Ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht. In der Zeit vor der Photokina wurden ja praktisch schon alle neuen Features vorgestellt und man wusste, was einen erwartet. Wenn man das Schmuckstück dann in der Hand hat ist es aber noch mal was ganz anderes. Die Optik ist sehr Retro ( was sich vor allem in der Vielzahl von Drehreglern äußert, die wirklich flitzeflink die Einstellung der wichtigen Parameter erlauben ) das Innenleben state-of-the-art.

Auf die Schnelle meine persönlichen Lieblingsfeatures (nicht unbedingt in einer wertenden Reihenfolge) nach einer Woche Übungseinsatz:

  1. Der Fokuspunktwahl-Joystick
  2. Die Arretierknöpfe an den Zeit- und ISO-Einstellrädern
  3. Die vielen frei belegbaren Funktionstasten
  4. Der schnelle Autofokus
  5. Die ARCOS-Filmsimulation (schwarzweiß at its best)
  6. Die Möglichkeit die Kamera per App fernzusteuern
  7. Zwei SD-Kartenslots
  8. 4K-Video mit F-LOG (dazu benötigt man zwar ein externes Aufnahmegerät, aber die werden ja immer billiger)
  9. Der Fokuspunktwahl-Joystick
  10. Der geräuschlose Elektronische Verschluss
  11. Der Fokuspunktwahl-Joystick

Die Liste hat 11 statt der üblichen 10 Punkte, weil man dann wenn’s mal richtig rocken soll einfach noch einen Punkt mehr hat. Meine Liste geht bis 11.

Wie sich leicht erkennen lässt hat es mir vor allem der Fokuspunktwahl-Joystick angetan.

Fujifilm X-T2 Joystick

Fujifilm X-T2 Joystick

Das ist so ein super Detail, das ich praktisch bei jedem Bild nutze. Mittels eines kleinen Joysticks auf der Kamerarückseite kann man den Fokuspunkt verschieben. Da die Kamera ca. 126830 Fokuspunkte anbietet, die auch bis praktisch in die Bildecken gehen kann man so absolut perfekt entscheiden, wo die Schärfe hin soll. Kein „Scharfstellen-und-Neuausrichten“ (neudeutsch „focus and recompose“) mehr, das ja durchaus auch physikalische Grenzen hat. Und es geht wirklich schnell und intuitiv.

Aus der Rubrik „Physik nervt“:

Elektronischer Verschluss - Streifenbildung

Elektronischer Verschluss – Streifenbildung

Der geräuschlose elektronische Verschluss produziert veritable Streifen, wenn die Frequenz einer künstliche Lichtquelle (LED) mit der Lesegeschwindigkeit des Sensors kollidiert. Das kann einem ganze Serien von Bildern ruinieren. Also unbedingt erstmal checken, ob sich dieses Problem in einer bestimmten Situation zeigt.

Auflösung – mehr hilft mehr?

Ein Faktor, der nicht in meine Bestenliste aufgenommen wurde, ist die deutliche höherer Auflösung, als beim Vorgängermodell. Mit 24 Megapixeln schlägt die neue die alte (16 MP) deutlich, aber die Auflösung war auch vorher schon für die Masse aller Anwendungen hoch genug. Wer`s richtig heftig braucht, für den hat Fuji ja demnächst eine Mittelformatkamera im Angebot 😉

Wasserfall in der Rosengartenschlucht

Wasserfall in der Rosengartenschlucht

Das Handling der Kamera ist super, allerdings verspreche ich mir in dem optionalem Booster-Griff eine für meine Handgröße noch bessere Handhabbarkeit. Zudem werden mit dem Booster-Griff, neben der zwei Batteriefächer und der Hochformat-Bedienelemente, noch ein paar Features geliefert die Sinn machen. Die Kopfhöhrerbuchse ist für mich bei Videodrehen elementar, um den Ton zu beurteilen.
Es geht also noch weiter, der nächste Praxisbericht kommt bestimmt.