Noord

Amsterdam Noord liegt durch den IJ getrennt von der Amsterdammer Innenstadt, d.h. man muss die Fähre benutzen, um dort hinzukommen. Die U-Bahnlinie 52, die ab 2018 dorthin führen wird, ist zur Zeit noch im Bau, daher hieß es heute Boot fahren. Die Fährverbindung ist kostenlos und amsterdamtypisch völlig unkompliziert.

Hier wird viel neuer Wohnraum gebaut. Erfrischen anders als in Deutschland – fantasievoll, divers, bunt.

Neubau in Noord

Neubau in Noord

Mich interessierte vor allem, was man hier aus den alten Hafen-/Industriegelände gemacht hat. Man hat viel gemacht. Auf dem Gelände der NDSM-Werft (1984 “offline” gegangen) ist ein buntes Sammelsurium von kreativen Projekten entstanden.

Make Art not Euro

Make Art not Euro

Der erste Stopp war das Café de Ceuvel.

Café de Ceuvel

Café de Ceuvel

Auf dem vergifteten Industrieboden hat eine Gruppe junger Leute ein Café eingerichtet. Der Boden wird durch neu angepflanztes Grün langsam entgiftet, an Land geschleppte Hausboote bieten Raum für kleine Werkstätten/Büros/Studios, der Weg dazwischen ist mit einem Holzsteg überbaut, damit man nicht auf dem ollen Boden laufen muss. Das Café ist sehr selbstgebaut, genau so wie da Essen, liebevoll, schräg mit genau der richtigen Mischung zwischen Dilletantismus und Professionalismus.

Essen im Café de Ceuvel

Essen im Café de Ceuvel

Der zweite Stopp war das “Noorderlicht” ebenfalls ein Gastrobetrieb, aber mit Livemusik. Ebenfalls sehr Alternativ – keine Ahnung, wann ich zum letzten Mal ein Konzert gehört habe, bei dem der Künstler “Blowin’ in the Wind” gespielt hat (mit Mundharmonika). Danach kamen russische Protestsongs in der englischen Übersetzung…

Noorderlicht

Noorderlicht

Für den Flohmarkt der dort stattfand, war es leider schon zu spät.

Die Gegend ist auf jeden Fall ein Highlight. Wer es nicht so “alternativ” mag, für dengibt es natürlich auch urban/stylishe Läden mit Cocktails und Lounge-Jazz-Livemucke.

Botel

Botel

Das “Botel” ein Hotel auf einem Boot, wohl sehr bekannt, liegt auch hier vor Anker. Nahe der Fähranlegestelle, also auch in Reichweite der Innenstadt. Ebenfalls hier liegt auch seit 2002 ein altes russisches Uboot (Kennung4711), das wohl einst durch einen Brand im Inneren bekannt wurde. Bei den Löscharbeiten wurde anscheinend eine Marihuanaplantage entdeckt.

U-Boot

U-Boot

Meine Wertung: gerne wieder.

 


Meine Ausrüstung

  • Fujifilm X-T2
    Die beste Kamera für mich dank des analogen Bedienkonzeptes mit Einstellrädern
  • FUJINON XF18-135mm F3.5-5.6 R LM OIS WR
    Tolles Reiseobjektiv dank des großen Brennweitenspektrums, was naturgemäß auf Kosten der Bildqualität geht
  • FUJINON XF90mm F2 R LM WR
    Hammerobjektiv. Scharf, Schnell (Fokus), Lichtstark
  • FUJINON XF60mm F2.4 R Macro
    Tolles Makro (leider nur 1:2) mit noch akzeptabler Autofokusgeschwindigkeit
  • FUJINON XF23mm F1.4 R
    Klasse. Scharf, sehr lichtstark, coole mechanische autofokus/manuell-Umschaltung, echter Blendenring
  • FUJINON XF27mm F2.8
    Kompakt (Pancake), gut, naturgemäß ohne Blendenring